Die Schweizer Literaturgesellschaft äußerte sich zum Artikel des Beobachters

Die Schweizer Literaturgesellschaft äußerte sich zum Artikel des Beobachters

Der Beobachter veröffentlichte am 3. Januar 2020 den Artikel „Der teure Traum vom eigenen Buch“. In diesem bezog sich der Beobachter unter anderem auf die Autorin Sarah Barone. Barone beauftragte die Schweizer Literaturgesellschaft für die Veröffentlichung ihres Buches „Betrachte Dich selbst“. Ursprünglich wäre ihr zugesichert worden, dass sie mindestes 2.500 Bücher verkaufen würde. Diese Anzahl konnte jedoch nicht erreicht werden. Im weiteren Teil des Artikels wurden weitere Autoren aufgeführt, die ebenfalls den Verlag in der Vergangenheit beauftragten und nicht zufrieden waren.

Darüber hinaus schrieb der Beobachter, dass

  • für die Ratenzahlung des Verlags eine Bewilligung des Kantons notwendig wäre,
  • der Verlag nur auf Nachfrage drucken würde,
  • der Digitaldruck das kostengünstigere Verfahren wäre,
  • und dass der Verlag Texte der Schriftstellerin Elke Heidenreich ohne ihr Wissen veröffentlichte.

Jedoch treffen verschiedene Punkte aus der Berichterstattung des Beobachters nicht zu:

  • Die Kreditgewährung (Ratenzahlung) benötigt keine Bewilligung durch den Kanton.
  • Der Verlag druckt für die Bücher einen Lagerbestand, um diese immer vorrätig zu haben.
  • Der Digitaldruck ist im Vergleich zum Offsetdruck deutlich teurer.
  • Die Rechte für Elke Heidenreichs Texte wurden bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gekauft und lizenziert. Dafür hatte sie ihre Generalzustimmung gegeben.

Der Beobachter veröffentlichte am 20. April 2020 die Gegendarstellung. Das Phänomen, dass unzufriedene Kunden sich im Nachhinein über die Kosten eines Dienstleisters beschweren ist nicht neu. In seinen Grundzügen erinnert der Fall an die Cellfish GmbH.

Gegendarstellung

Die detaillierte Originalmeldung ist hier abrufbar: https://www.derstandard.at/story/2000117457909/gegendarstellung

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