Gegendarstellungsanspruch

Gegendarstellungsanspruch

Jeder muss angehört werden – das ist das Prinzip der Gegendarstellung. Wie schon erwähnt, haben einige Betroffene nur wenig Stimme und andere nur kleine Ohren. “Audiatur et altera pars” ist nur fromme Theorie.

Zu den rechtlichen Fakten dennoch – der Anspruch auf eine Gegendarstellung ist in folgenden Nachschlagewerken verankert:

  • Pressegesetze der Länder
  • Rundfunk- und Mediengesetze
  • Rundfunkstaatsvertrag

Er soll dem Recht auf öffentliche Darstellung der eigenen Person untertan sein. Ist jemand von einem Sachverhalt der Berichterstattung betroffen, kann er im selben Medium kostenlos seine Sicht der Dinge äußern. Dabei sind nur Tatsachenbehauptungen zulässig, aber keine persönlichen Meinungen.

Die Darstellung muss in der nächstmöglichen Ausgabe zum nächstmöglichen Zeitpunkt publiziert werden. Oft folgt der Gegendarstellung noch eine Replik des jeweiligen Mediums – eine Bestätigung der Richtigkeit, oder eine Bekräftigung der ursprünglichen Meldung.